Könnt ihr euch vorstellen, wie ein nackter Kürbis- also einer ohne Haut- ausschaut? Hätte ich nicht, aber seit heute weiß ich es.

Ich bin eine leidliche Köchin, ich tue es weil es ja sein muss, und da ich manisch kreativ bin, koche ich selten zweimal das Gleiche. Daß dabei oft Murks herauskommt liegt auf der Hand, ich vermute meine Geschmacksnerven sind irgendwo im fötalen Stadium zurückgeblieben. Auch gutgemeinte Einladungen zu ausgeklügelten Gerichten sind bei mir wie Perlen vor die Säue: Mir schmeckt fast alles gleich, außer es ist sehr scharf oder sauer- beides mag ich sehr, zum Leidwesen meiner Familie.

Aber heute habe ich mich (fast) ganz brav an ein Rezept gehalten. Gefüllter Kürbis. Oben aufschneiden, Kerne rausfummeln, eine Mischung aus Fleischbrät mit Kasseler, Kartoffeln, Majoran, Pistazien und Salz/Pfeffer reinpacken, 1 Stunden in den Ofen mit Dampf, fertig.

Kasseler mag ich nicht, hab ich weggelassen. Kartoffeln hätten keine mehr reingepasst, hab ich Stampfkartoffeln draus gemacht. (Das allererste Mal aus Pellkartoffeln, lecker!). Weil ich ja sauer mag, kamen kleingeschnittene Senfgurken in das Brät. Es roch verführerisch.

Doch leider hat die Hitze, die das Brät ja benötigte um zu garen, dem Kürbis fast den Garaus gemacht. Zum Glück hatte der eine sehr harte Schale, sonst hätte ich nur Matsch aus dem Ofen geholt.

Da ich ja vergessen hatte, das Samentütchen aufzuheben, weiß ich nun nicht welche Kürbisse wir da heute verpeist haben. Aber es war lecker. Würzig und leicht süß, ich wusste gar nicht wie lecker Kürbis sein kann (und das, wo ich doch wenig schmecke)

Als ich den zweiten aus dem Ofen holte, fiel er mir aus der Hand und die Schale platze auf. Als ich diese dann komplett entfernt hatte, stand der Kürbis nackt vor mir. Quasi. Das sah so lustig aus, daß ich natürlich knipsen musste. Heutzutage kann man keinen Schritt mehr machen, ohne ihn zu dokumentieren, lach.

Hier also Kürbis 1 mit Schale, und Kürbis 2 wie er sich nackich macht. Mit und ohne Hut. Nackt oder angezogen: Es war saulecker.

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