Stempeln || stamping

Stempelgeschichte, Kapitel zwei



Damals, damals… immerzu muss ich an damals denken. Dabei ist damals kaum 10 Jahre her. Für manche ein ganzes Leben- mein Jüngster ist 10. Für manche nur ein Augenblick. Kaum guckt man mal nicht hin, schwupps sind 10 Jahre einfach so weg.

Meine Stempelanfänge waren irgendwann in den 90ern. Ich sage mal 15, mal 13 Jahre, aber irgendwo dazwischen hat es angefangen- das Hobby aller Hobbys. Kaum hatte ich meine ersten Stempel, wollte ich die seltsamsten Sachen machen. Schnell hatte ich gelernt wie man mit einer Maske und ein paar Stempeln ein ganz neues Bild erstellen kann.

Und wenn ich etwas ausprobiere, dann gibt es kein Halten mehr. Man muss bedenken, vor dem Stempeln kam ich aus dem Grafik-Bereich. Wir haben großformatig gearbeitet. Meine Airbrush-Bilder habe ich im Metern gemessen, nicht in Zentimetern. Darum fiel es mir schwer mich auf so kleine Formate wie eine DinA6 Karte zu beschränken. Und das tut es heute noch.

Darum habe ich mir von einer Stemplerin im Ort ein paar Stempel geliehen. Einen ganzen Korb voll, um genau zu sein. Und damit ein Bild gemacht, in einem handlichen Format. Genau weiß ich es heute nicht mehr, denn die Stemplerin hat mir das Bild später abgekauft und ich kann es nicht mehr nachmessen, aber einen halben Meter in der Breite wird es wohl gewesen sein.

Es ist schwierig ein so großes Bild zu stempeln. Stempel sind nicht dafür gemacht auf so großer Fläche ausgebreitet zu werden. Ich habe die größten szenetauglichen Stempel benutzt die ich finden konnte: Häuser, Bäume, ganze Baumgruppen. Und trotzdem sieht es aus wie ein Sammelsurium.

Aber ich habe es mal ausprobiert, das Szenestempeln. Danach fand ich es nicht mehr so interessant, wenn ich auch schon oft Kindern von 5 bis 50 mit einem Tierstempel und einem Baum oder Zaun gezeigt habe, das man mit Stempeln mehr machen kann als nur einmal abdrücken und dann ausmalen.
Das Rezept: Aus zwei mach neu, was vorne ist zuerst und ausmalen wer kann. (Stempler wissen wovon ich spreche)

Einige der Stempel habe ich heute noch: Den Kopf in der Mauer, den schmiedeisernen Zaun (ein Faible von mir) oder die Mauersteine. Alle anderen sind wieder dort wo sie hergekommen sind, und das ist gut so.

Gestempelt auf Zeichenkarton, coloriert mit Kreide, Buntstift  und Airbrush: Meine erste und wahrscheinlich letzte richtige Szene:

Und das war das zweite Kapitel meiner Stempelgeschichte.

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