DIY

Verhaltenes Suchtverhalten



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Garten, Blogs, Häkeln, Nähen, Stempel, Internet und seit neustem ein Make-Up-Tick… lauter Süchte die nicht schaden (außer dem Geldbeutel) oder krank machen. Aber trotzdem irgendwie manchmal lästig sein können.

Nicht für mich, sondern meine Familie. Denn die sieht mich dann nur noch mit der Gartenschaufel/Häkelnadel/Schere in der Hand oder meinen entzückenden Rücken wenn ich vor dem PC sitze (so wie im Moment). Letzte Woche kamen rund 20 Nagellackfläschchen hinzu, die alle ausprobiert werden wollen.

Meine Lieben machen alles mit. Im Gegenzug habe ich viel Verständnis für deren Süchte, die zwar weitaus regelmäßiger, jedoch nicht weniger kostspielig sind.

Mein Mann sammelt alte Flugzeugbilder. Für manche davon sind wir bis nach England gefahren, damit Piloten des WW2 sich darauf verewigen konnten. Der Jüngste sammelt Lego. Diese kleinen Plastiksteine werden heutzutage mit Gold aufgewogen, vor allem wenn man sie zu Star Wars Raumschiffen zusammen setzen kann.

Trotzdem: Meine Süchte sind die teuersten. Die neue Digi-Cam, Schränke voller Häkelgarne, ein Dachboden mit Stoffkisten, über 1000 Stempel, gefühlte 200 neue Pflanzen in diesem Jahr… das läppert sich.

Darum lächelt mein Mann nicht immer so entspannt wie auf dem Foto links (mein Lieblingsbild von meinem Schatz).

Außerdem fiel dieser Tage ein Sucht-Faktor in die Waagschale, der noch monatelang ein Loch in die Haushaltskasse reißen wird (Das Weihnachtsgeld 2011 ist jetzt schon futsch): Mein alter PC hat den Geist aufgegeben. Ein neuer muss her. Ade Weihnachtsgeschenke.

Mit Tricks und Schlichen schreibe ich diese Zeilen am Uralt-PC des Jüngsten, auf einem Lego-Star-Wars-Desktop und umringt von imperialen Sturmtruppen, die der Sohn hier aufmarschieren lässt.

Aber was tut man nicht alles für die Sucht. In diesem Falle die blog-Sucht. Auch ohne PC schaffen wir Blogger es, unser Leben (mitzu-)teilen.

Und genau DAS ist es, was mir heute zu denken gibt. Wir hängen alle am Draht. Wenn er reißt, suchen wir den nächsten. Irgendwo ist immer einer.

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