DIY

Must have im Oktober ist: Der Fedora



Da habe ich mich wohl ganz falsch ausgedrückt: Mein gesuchtes Must Have sollte nicht etwas sein ohne das frau wirklich nicht auskommt. In der Welt von Mode und schönem Schein sind Must Haves meistens irgendein Schnickschnack, ohne den irgendein(e) Trendsetter(in) nicht mehr leben kann. Meint leben zu können.

Der letzte Must Have der mir unter die Augen kam, war irgendeine Designersonnenbrille. Ich weiß noch wie merkwürdig ich das fand, denn ob man nun eine Brille aus dem Kaufhaus oder von DesignerXY auf der Nase hat wäre mir wurscht. Sie muss 1) die UV-Strahlen filtern und 2) zu meiner Gesichtsform passen. Wenn sie dann auch noch unter 50 Euro kostet- perfekt. Im Idealfall hält sie dann auch noch ein paar Jahre.

Wie ihr bereits ahnen könnt stehe ich diesem Modezwang extrem kritisch gegenüber. Habe ich immer schon. Grade darum wollte ich so ein Must Have nehmen und zeigen, dass man das auch entweder selber machen kann, oder (wie im Fall der Sonnebrille) preiswert woanders kaufen kann. Oder etwas aus dem Fundus abwandeln. Sind zum Beispiel Sonnenbrillen mit Strass der letzte Schrei klebe ich mir kurzerhand welchen auf meine alte Brille drauf. Oder beschließe, diese Strass-Idee doof zu finden, je nachdem.

Im Falle der gepimpten Sonnebrille wären wir schon fast wieder bei refashion. Refashion war schon zu Zeiten meines alten Burda-Blogs ein großes Thema. In Deutschland damals weitestgehend unbekannt ist es mittlerweile fast schon wieder überholt. Gute Idee werden aber niemals alt, darum halten wir das Refashionieren mal im Hinterkopf.

Zurück zum Must Have muss ich sagen die beiden Vorschläge kamen von meinen kreativen Freundinnen. Und wir Bastel-Handarbeitsmädels sind es gewöhnt vieles selbst zu machen. Da ich aber nach etwas suche,  dass viele kaufen und nicht auf die Idee kommen es selbst zu machen, muss ich weitersuchen.

Im Gespräch über mein Vorhaben hatte wieder einmal Aud die rettende Idee: Sie gab mir den Hinweis auf ein englisches Kaufportal für fashion victims. Ich kannte asos bisher nicht. Dort habe ich nun ein wenig gewühlt bis ich etwas fand, das ich als „Okober-MustHave“ gerne aufgreifen würde.

Da selbsternannte fashion gurus uns ihre must haves ungefragt auf´s Auge drücken darf ich das auch!

Mein „must have“ für den Oktober ist ***Trommelwirbel***:

Bis asos mir sagte was das ist und dass so ein Fedora unbedingt zu einem kompletten „heritage“ Outfit gehört wusste ich nicht einmal dass bei mir so ein Fedora im Schrank rumgammelt. Ich hab das Ding für die Gartenarbeit gekauft um den Regen abzuhalten.

Wo bekommt ihr euren Fedora? Fragt mal Opa, den 80jährigen Nachbarn, bevorzugt Dackelbesitzer oder Möchtegern-Jäger (denn echte Jäger werdet ihr kaum kennen, oder?) Die Altkleidersammlung vom Roten Kreuz wäre eine gute Anlaufstelle.

Alles was grün, grau oder braun ist – und aus Filz – wird es tun. Später können wir den dann noch heritagemäßig pimpen. „Heritage“ ist so ein hübsches Wort- im deutschen könnte man es mit Erbe übersetzen. Aber ein Mode-Erbe gibt es bei uns nicht, und auch wenn´s weh tut- das deutsche Pendant wäre der Trachtenlook. Ich mag jetzt nicht an Bayern denken, ich bin eine bergische Rheinländerin, und die darf den Fedora mit ihrem eigenen Witz peppen. Mal sehen was draus wird.

Facebook Comments
  1. Ahhh.. ich fühle wie Du! Ich werde nie den Tag vergessen, als ich mit einem riesigen (sehr stylischen) Strohhut durch meine kleine Heimatstadt ging. Ich war perfekt aufgebrezelt, jung und schlank, gab also überhaupt kein Grund für irgendwelche wie auch immer geartete Kritik.
    Die grinsenden Passanten… das habe ich niei ganz verkraftet- und nie wieder Hut getragen. Eine etwas ausgefallene Mütze zog ich dann vor 2 Jahren an.. und erhielt Gelächter hinter vorgehaltener Hand und hinter Supermarktregalen. Ich wünschte es wäre nicht so, aber es hat etwas wehgetan, ohne jetzt die Tränendrüse zu drücken! Man wird weniger mutig. Dabei ist in der aktuellen Burdastyle ein so schöner Workshop zum Thema Hut, das würe großen Spaß machen solche „schicken“ Hüte mal nachzumachen. Man MUSS dann en Rest des Outfit perfektionieren (zu Jeans und Schlabbershirt ein No-Go) aber das wäre die Sache wert!

  2. Hüte sind hier in Deutschland komplatt unterbewertet. Dabei ist das ein prima Frisurenverstecker und Hingucker für Leute, die das aushalten.
    Und ein Hut wärmt ungemein.
    Nur Vorteile, die bis zur Zeit unserer Großmütter auch gelebt wurden. Ich frag mich schon, warum das so aus dem Straßenbild verschwunden ist. Denn mal ehrlich- die normalen Mützen heutzutage sind meist nicht so schön wie ein guter Hut.

    (OK- Mützen kann man leichter selbermachen als Hüte- das wäre ein Vorteil. Aber sonst?)

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