Also krank werden die Leute doch eigentlich immer… aber wenn das Wetter wechselt erwischt es viele. Normalerweise mische ich in den WetterWechselDichSpielchen selten mit, aber nach massivem Bazillen-Beschuss durch meinen Jüngsten hat es mich dann doch erwischt. Nur´n bisschen, und es Herbstgrippe zu nennen fände ich unfair allen anderen gegenüber, die richtig flach liegen. Ich hab halt nur die üblichen Halsschmerzen, Gliederschmerzen und die Nase rot.

Ich erzähle das nicht um eure mitleidige Aufmerksamkeit zu erheischen, sondern um einen triftigen Grund zu liefern warum ich sage ich schreibe 3 lange Tage nicht gebloggt habe. Moppi sagte kürzlich in den Kommentaren schon so treffend, man müsse sich überlegen, warum man eigentlich bloggt. Wie ich bereits früher einmal erwähnte, begann alles 2006 bei Burda aus 50% Neugier und 50% dem Wunsch einfach alles mal festzuhalten. Zerstreute Menschen wie ich machen was, freuen sich drüber, und haben es auch schon fast wieder vergessen. Ich wüsste heute nicht mehr, in welchem Jahr ich Omas Hühnerhaus blau angemalt und das rote Wickelkleid genäht hatte. (Gehirngenies wie Barbara wissen das sogar  OHNE ich zu sein. *Neid*)

Die ursprüngliche Intention hatte sich schnell gewandelt: Nach wie vor brauche ich mein blog als Tagebuch. Meine Gedächtnisleistung wird mit den Jahren nicht besser, leider. Aber wie ich bereits erwähnte wurde es zu einer so festen Angewohnheit, dass ich wirklich im Geiste ständig „blogge“. Doch wenn ich es recht überlege, habe ich das immer schon getan. Ich dachte immer, bei jedem Menschen geht es ununterbrochen rund im Oberstübchen. Aber das stimmt (leider) nicht. Ich kann halt nicht „nicht denken“. Wobei- wie ich bereits ebenfalls betonte- die Quantität nicht gleich Qualität ist, was bedauerlich ist, aber in meinem Fall wohl kaum zu ändern.

Nach dieser etwas langatmigen Einführung in EINE Möglichkeit sein blog zu lieben nun ein kurzer Ritt durch die letzten, verschnupften 4 Tage:

Sonntag bis Dienstag habe ich täglich ein neues Stempelvideo produziert. Wer Lust hat meine belegte Stimme zu hören, dem sei das letzte Video in der Reihe angeraten. Ich mache diese Videos im Schweinsgalopp, weil ich es kaum erwarten kann die richtig interessanten Themen zu zeigen. Und bevor ich schwierigen Sachen filme, sollen die einfachen Grundlagen abgedreht sein. Darum kamen Teil 2+3 der Embossingreihe hinzu, sowie eine kurze Einführung in die Maskentechnik.

Teil 2 Embossing
Teil 3 Embossing
Maskentechnik

Wer stempelt kennt das alles wahrscheinlich, wer nicht stempelt interessiert sich nicht dafür. C´est la vie, ich hoffe ja immer noch euch alle zum stempeln zu überreden. Dass das geht wurde mir auf der vorletzten Messe klar, als jemand zu mir kam und berichtete, sie hätte durch meine (alten) Videos mit dem Stempeln angefangen! Ihr ahnt vielleicht, wieviel mir das bedeutet hat! Falls die Dame hier mitliest: BITTE melden, ich habe es verdaddelt eine Adresse aufzuschreiben.

Nun, die wichtigsten Grundtechniken sind im Kasten. Gestern kam dann die erste Technik an die Reihe, in der mein Herzblut steckt: Serviettentechnik mit Stempeln. Es mag angeberisch klingen, aber als die Technik – so wie wir sie heute kennen- geboren wurde, da war ich dabei. Eine Freundin hatte bei mir ein Buch gesehen, in dem schwarze Abdrücke auf weiße Servietten gedruckt wurden und diese wurden mit Serviettenkleber aufgeklebt. Am nächsten Tag kam Anne in meinen Stempelladen und hatte einen bunten Abdruck auf einen sehr rauhen Untergrund aufgebracht. Ich sagte eben, mein Gedächtnis ist mies. Aber diese Szene, in der ich wie ein Doof auf dieses eigentlich unmögliche Stempelwerk starrte.. die hat sich in mein Gedächtnis für alle Zeiten eingebrannt. Anne hatte nur gelacht. Es sei ja so einfach gewesen die Technik aus dem Buch abzuwandeln. Ist es auch, aber man muss erst einmal drauf kommen!

Das war die erste bunte Serviettentechnik mit Stempeln. Seitdem habe ich unzählige Demos, Kurse und sogar Muster in Zeitschriften damit gemacht, und muss immer an Anne denken. Das ist viele Jahre her, und die Technik ist ein alter Hut. Aber ich liebe sie. Später wurde sie dann weiterentwickelt, und auch das werde ich irgendwann mal filmen, aber vorher zeige ich das kleine Video so oft bis ihr auch alle anfangt zu stempeln!

Wer wirklich nicht stempeln will, der spult gleich bis zum Ende vor, schaut euch wenigstens das fertige Ergebnis an! (Zeitstempel 7:30 bis Ende!) Danke 🙂

Facebook Comments
  1. @Barbara: *lol* das hat mich echt aufgemuntert, bin ich nicht der einzige „Schussel“, aber längst nicht so fit wie Du. 🙂
    @Ari und Andrea: Danke euch, leider ist es schlimmer geworden und ich habe mir nun Grippezeugs reingepiffen, was ich hasse. Außerdem ist Sofa angesagt und bloggen muss ausfallen. Hab nur schnell was ins Stempelblog geschrieben, weil doch Wochenende ist. Mal schauen wie die Grippepillen anschlagen.

    Ich hab euch lieb! Sogar die, die ich noch nie gesehen habe. 🙂

  2. und geht es Dir besser ?? Vergiss das schreiben nicht, vermisse das…

    Liebe Grüße Andrea

  3. Ich wünsche Dir gute Besserung. Bei mir möchte irgendwie auch eine Erkältung anklopfen, ich möchte sie aber nicht reinlassen ;-)). Trinke schon seit 3 Tagen gaaaanz viel Tee. Manchmal hab´ ich Glück und sie verschwindet und geht woanders (vielleicht zu Dir ;-)) hin …
    Nein, im Ernst, schone Dich und lass´ Dich verwöhnen.

    LG
    Ari

  4. Hab ein Foto drüben in g+ eingestellt (geht das in FB eigentlich auch, dass man Fotos nur mit bestimmten Leuten teilt – will ja nicht alle meine „Freunde“ mit meinen Werken belästigen ;-). In g+ kann man ja wunderbar nur die einzelnen Kreise beglücken.)

    Hab das Video angeschaut und werde die Technik definitiv ausprobieren. Musste lachen, als du das mit den Steinen gesagt hast – siehe 2. Foto bei g+. Sind zwar nur Fertig-Servietten, aber die Idee hatte ich auch.

    LG
    Barbara

  5. Zuviel der Ehre: Wann genau du dies oder das genau gemacht hast, weiß ich auch nur, wenn ich in deinen blogs nachschaue – lediglich dass du dies oder jenes mal erzählt hast – das erinnere ich :-).

    Dafür geht mir in letzter Zeit mein Kurzzeit-Gedächtnis ab – auf der Rückfahrt von Wiesbaden saß ich kurz vor der Abfahrt in der S-Bahn und suchte verzweifelt mein gerade gezogenes Ticket. Keine Ahnung mehr wo ich es verstaut hatte. Als ich mich gerade entschloß wieder auszusteigen, fuhr die Bahn ab. In Wiesbanden-Ost bin ich wieder raus aus der Bahn und habe auf den Bahnsteig alle Taschen noch mal abgesucht – nix. Durch die Unterführung zum Automaten, neues Ticket gekauft und in die Börse gesteckt. Ein letzter Blick in eine meiner tausend Beutetaschen – da unter der dritten Tasche rechts hat sich das 1. Ticket versteckt. Na Bravo!

    Danke für deinen Elan uns (wieder) zum Stempeln zu bewegen. Stempel auf Servietten war mir neu.

    Ich habe damals mit einem alten Tintenstrahl-Drucker Bilder auf Servietten gedruckt und somit meine Möglichkeiten um ein vielfaches gesteigert. Wenn ichs finde, stelle ich mal ein Bild in g+ ein. Das habe ich gezeichnet, coloriert, eingescant, auf Serviette gedruckt und dann mit Serviettentechnik auf Kerzenhalter aufgeracht – wie verrückt ist das denn 😉

    Und nun bessere dich!

    LG
    Barbara

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