DIY Stempeln || stamping

Stempel selbermachen



Ich bin ja eigentlich kein Fan davon, uralte Kamellen als neu zu verkaufen. Aber da ich momentan fleißig surfe, um zu schauen was es an DIY-Ideen im Netz gibt, sehe ich immer wieder tolle Tipps zum Thema Stempel, und wie man sie selbermacht. Darum wärme ich einen alte Idee heute nochmal auf, und bitte um Vergebung für mangelnde Originalität. Für manche wird das alles neu sein, und das ist die Hauptsache.

Das Schnitzen von Radiergummis (klick mich) und Gummiplatten ist so alt wie das Stempelhobby selbst, eigentlich sogar älter. Ob jemand Holz oder Linol mit Schnitzwerkzeugen bearbeitet, oder ein Radiergummi… das Prinzip ist das Gleiche.

Stempel gehören zum Hochdruck, das sagte ich ja schon oft. Und da druckt nur das, was „hoch“steht, logisch. Aber das muss ja nicht immer ein geprägter, geschnitzter oder gegossener Druckstock sein. „Hoch“drucken kann alles, was übersteht.

Euer Finger druckt mit seinen Linien, eure Schuhsohle druckt wenn ihr durch eine Pfütze Wandfarbe lauft. Alles was ein Relief hat mit überstehenden Linien und Punkten kann drucken.

Macht mit mir ein kleines Experiment. Wenn ihr jetzt an eurem Arbeitsplatz sitzt (und nicht grade im Zug am Läppi) schaut euch bitte mal um was ihr seht, das drucken könnte. Bei mir liegen Wollreste herum. Die drucken zwar nicht so dolle, aber würden es für unregelmäßige Hintergrundmuster auch tun. Eine Garnrolle… der Druck würde unregelmäßig, weil die Seiten aus Plastik und hart sind- alle harten Materialien drucken schlecht auf harten Untergründen, wie Papier etc. Auf Stoff sähe das schon wieder anders aus, aber das erzähle ich euch ein andermal.

Was liegt bei euch so rum? Damit eure Fantasie angeregt wird, hier ein paar alte Fotos. Rechts ein Druckstock aus der Küche: Gummibänder um eine Flasche wickeln, und fertig ist ein lustiges Hintergrundmuster, mit grüner Farbe gedruckt könnten daraus Bambusblätter oder gar ein Wald werden. Zwei Lagen übereinander ergeben- wie man sieht- eine Art Karomuster. Auch eine tolle Mal-Idee für Kinder: Lasst sie alle Karos unterschiedlich ausmalen, die sich so ergeben.

Ein witziges Material für selbstgemachte Stempel sind Wärmflaschen. Die Idee ist leider nicht von mir, sondern verschwindet im Nebel meiner Stempelerinnerungen. Aber in den 90ern haben Stempler kleine Stücke von Wärmflaschen getauscht- eine klasse Idee, denn aus einer Wärmflasche kann man jede Menge Stempel machen (siehe Bild oben links)

Ihr müsst nur ein Stückchen auf einen Holzklotz kleben, fertig ist der Gummi(!)stempel. Ok, da steht jetzt nicht euer Name drauf, aber er ist was Besonderes. Ich habe sogar alte Wärmflaschen mit Disney-Motiven gefunden! Billiger und schneller kommt man nicht an Hintergrundstempel.

Und da geht noch mehr… es muss nur eine hochdruckähnliche Struktur haben. Diese Hintergrundmuster mögen auf den ersten Blick auch nicht unbedingt der Knaller sein, aber wenn man mit Stempeln arbeitet benutzt man sie öfter als man meinen sollte. Hintergründe und Hintergrundpapiere braucht man immer, und wenn ihr euch umschaut was in eurem Haushalt alles druckt… ihr kommt auf ganz neue Ideen.

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Facebook Comments
  1. An die gute alt Kartoffel dachte ich auch zuerst. Es gibt 1001 Möglichkeiten.
    LG Sabine

  2. Kannst Du Dich noch an den Kartoffeldruck erinnern?
    Damit haben wir als Kinder kleine Tischdeckchen (aus Bettlaken zurechtgeschnitten und dekorative Fäden gezogen) bedruckt, das sah echt hübsch aus! 😀

    Liebe Grüße!

    • hehe, ja… eine Firma in USA hat das zu einer Geschäftsidee gemacht. „Hot Potatoe“ bietet Stempel an, die aussehen wie Schnitzkartoffeln, total klasse, weil man dann ein schönes Motiv wieder und wieder verwenden kann. Unter uns: Solche Motive würde ich aber selber machen 🙂

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