Otto find ich gut



Während ich stemple, filme, Videos schneide, nach Schnitten für Babysachen google und mir dabei aneigne, wie junge Mütter heute ihre Babys wickeln, parallel dazu diäte und überlege wie ich das verbal transportieren kann…. ja, während all das passiert geschehen nebensächliche Dinge, wie das bei Multitasking nun mal so ist.

So flatterte heute – wieder mal- ein Katalog vom Otto-Versand in den Kasten. Wieder mal riss ich die Plastikverpackung auf, um den Inhalt gleich in die Papiertonne zu werfen. Wieder mal hatte ich vergessen, Otto zu bitten uns nicht mehr mit Papierbergen voll zu müllen. Aber halt…. was war das? Der Titel eines der „Kataloge“ stach ins Auge. Aua. Ein „Magazin“?

Ich habe mir schon lange abgewöhnt, all diese dämlichen Frauenmagazine zu kaufen, in denen im 5-Jahres-Rhytmus die immer gleichen Schmink-, Koch- und Männertipps abgegeben werden. Kennste eines, kennste alle. Was ich immerhin wert erachte es am Kiosk durchzublättern ist „Instyle“, aber auch diesem Heft habe ich entsagt als ich dahinter kam, dass wir in Deutschland die aufgewärmten Artikel der Brits 3 Monate später zu lesen bekommen.

Doch ein Magazin zum Katalog? Da musste ich reinschauen. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich das Papier von Otto nicht weggeworfen. Ich muss etwas dazu erläutern: Wir sind gute und treue Otto-Kunden. Wir sitzen auf dem Otto-Sofa, vor den Otto-PCs, verschenken Otto-Spielzeug und tragen Otto-Unterwäsche. Und wie bestellen wir? Geeenau: online.

Gemerkt haben die das noch nicht, denn wir werden stur mit Bergen von Papiermüll versorgt. Warum sollte also nun ein kostenloses Magazin daran was ändern? Nun- es ist klasse gemacht!

Da ich Instyle lese (am Kiosk) fielen mir Parallelen auf. Kann sein, diese Modehefte sehen heute alle so aus, aber das tut nichts zur Sache. Das Otto-Magazin ist gut gemacht. Ein frappanter Unterschied fällt gleich ins Auge: Wo man auf den handelsüblichen Heftseiten tolle Shoppingtipps für alberne Taschen, Schuhe und Accessoires findet, die man weiß-der-Himmel-wo kaufen muss, da findet man bei Mylife die Artikelnummer von Otto. Wie geil ist das denn?

Nun müsst ihr nicht denken, ich bin ein Lemming, der die Klippe runterspringt wenn alle vorlaufen. Ich WEISS, dass dieses neue Heftformat eine geniale Verkaufstaktik ist! Und genau darum bin ich so begeistert. Man sieht heutzutage durch das boomende Internet mehr Schnickschnack als man brauchen/bezahlen/benutzen kann, und wenn man 1000 Jahre leben würde. Dieses Verkaufsformat eines Magazins ist frisch, kreativ, angenehm zu lesen und stellt einzelne Produkte so heraus, dass sie im Brei einer normalen Katalogseite nicht untergehen, was zwar auch ein cleverer Verkaufstrick ist, aber einer den ich mir gern gefallen lasse, weil er neu ist. Anders. Eine Abwechselung im Einerlei. (Einmal Designer, immer Designer)

Was soll ich sagen: Ich habe, da ich wie oben erwähnt, die Ottos immer ungesehen wegwerfe, die erste Ausgabe verpasst. Mist. Ich werde nun nie wieder was von Otto weg! Ok, die Kataloge sind Müll, aber auf das nächste Mylife freue ich mich schon.

Man MUSS ja nix kaufen! Es gibt kostenlos tolle Inspirationen, wie diese hier:

Den Hut habe ich. Jeans ist kein Thema. Den Pulli würde ich HÄKELN. Nur der Hund wird schwierig. Ob Katzen auch funktionieren für den Ponyhof? Es käme auf einen Versuch an.

Liebe Leute von Otto: Euer Laden boomt. Wir lieben euch. Und kaufen alles bei euch (außer Klamotten…wobei ich echt am überlegen bin wegen dieser tollen Blumenjeans). Mein Fazit ist: Ihr habt alles richtig gemacht. Das Online-Business nicht verschlafen. Euer Image poliert. Und kreative Ideen zugelassen, während andere noch facebook-Kampagnen lancieren.

Wir bleiben euch treu, denn Otto finden wir gut.

Dieser Artikel wurde unter dem label „made in Germany“ geschrieben, was eine sehr persönliche Sache für mich ist: Ich bin mit ihnen groß geworden, ich kenne und liebe sie, und werde ihnen treu bleiben, durch Dick und Dünn. Die deutschen Hersteller, Firmen, Markennamen. Burda. DaVinci oder Lyra. Und Otto.

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