Willkommen zu meinem ersten offiziellen Posting als Spellbinders International Blog Ambassador (internationaler Blogbotschafter).

English translation can be found HERE.

Als ich diesen Frühling in die Welt der Spellbinders Stanzformen gestolpert bin, hätte ich nie gedacht heute ein Mitglied in dieser unglaublichen und kreativen Gemeinschaft zu sein. Aber es passierte alles rasend schnell und hier bin ich!

Ich bastle ja seit ich mit 5 Jahren meiner Barbie die ersten Klamotten genäht habe. Diese Angewohnheit teile ich mit Millionen von Menschen, die kreativ tätig sind. Heutzutage trifft man sich online, teilt, inspiriert sich gegenseitig und arbeitet virtuell miteinander wie in einer großen Familie. Da ich in mehreren Disziplinen arbeite, versuche ich immer wieder diese miteinander zu verbinden. Stanzformen auch beim Nähen oder für Dekorationen zu benutzen ist keine Frage des „Wie“ sondern des „Wann“. Erst kürzlich habe ich eine Muttertags-Deko gebastelt, die ich euch hier zeige: Stucktechnik. Andere Ideen mit Spellbinders Stanzen findet ihr hier: Klick. Weitere werden folgen.

Was ich in der Stucktechnik machen kann, das kann ich auch steampunken. Dies bringt mich zu meinem heutigen Job als Blogbotschafter: Der Welt da draußen eine Bastelidee zu zeigen, die von meinem Land und seiner Mentalität beeinflusst ist. Viele Nationen teilen eine Vergangenheit in der industriellen Revolution des 19ten Jahrhundert. Deutschland hat daran teilgenommen und Großes geleistet. Allein in meiner Heimat (ich wohne mittig zwischen Bergischem Land, Ruhrgebiet und Rheinland) wurde seit Jahrhunderten die Kraft des Wassers in Mühlen genutzt. Wunderbare Relikte von Handwerkskunst und technischem Können werden hier für unsere Nachkommen aufbewahrt und in Stand gehalten.

In einer der Nachbarstädte gibt es ein Museum, in dem der Geist der frühen Tage von Dampfmaschine und Co aufrecht erhalten wird. In der alten Kornbrennerei des Wilhelm Fabry museum befindet sich eine der letzten Dampfmaschinen des Rheinlandes. Heutzutage wird sie für interessierte Besucher mit Strom betrieben, da die Emissionen der Dampfkessel jede heutige Umweltauflage sprengen würden, doch vor 130 Jahren hat dieses kleine Wunderwerk eine ganze Fabrik über 2 Stockwerke mit ihrer Kraft versorgt.

Diese lokale Industriegeschichte und der aktuelle Trend des „Steampunk“ hat mich auf die Idee gebracht, moderne Bastelwerkzeuge und Geschichte zusammenzubringen. Ich habe – als Hobbyschneiderin irgendwie naheliegend – eine Schneiderbüste mit Stanzformen aufgehübscht. Das erste Foto haben mein Jüngster und ich im Fabry Museum gemacht, das zweite in meinem Garten. Beide kann man durch anklicken in einer größeren Version anschauen.

Da ich es liebe, beim Basteln auch etwas zu schaffen das einen praktischen Zweck erfüllt, habe ich die Büste in einen Schmuckständer umgewandelt! Nun kann ich selbstgemachte Ketten, Anhänger, Ringe, Broschen und sogar Ohrringe daran dekorieren. Ich brauchte sowieso mal so was im Fundus.

Man nehme eine Schneiderbüste. Ich habe eine preiswerte aus Schaum verwendet, mit Zeitungspapier beklebt und mit Kupferfarbe angemalt.

Dann habe ich massenhaft Zahnräder gestanzt! Ich besitze die ‚Sprightly Sprockets‘von Spellbinders schon lange, denn ich bin als Rollenspieler natürlich auch ein Fan von Steampunk. Aus Moosgummi, welches der für das Projekt gewünschten Farbe gleicht, stanzt man genügend Formen aus- das macht es später leichter sie anzumalen und farblich anzupassen.

Für den Zeitreiseeffekt habe ich eine Uhr von Ikea eingebaut, ihre Uhrenteile sowie Plastikschläuche aufgeklebt.

Das Moosgummi wird auf die Form geklebt und angemalt. Da nicht jede Farbe für Moosgummi geeignet ist beachtet bitte die Herstellerangaben. Ich habe hier kupferfarbene Bastelfarbe aus Acryl, silberne, permanente Stempelfarbe (Coloris) und goldene Wischfarbe aus dem Rahmungsbereich verwendet. Damit die Zahnräder noch metallischer wirken habe ich ein paar Räder aus Getränkedosen ausgestanzt, außerdem ein paar Schilder mit dem gleichen Material. Dazu kamen die Stanzformen von ‚Ribbon Tags Trio Two‘ zum Einsatz.

Nun kann ich die Büste als stylischen Schmuckständer benutzen. Um Ringe aufzuhängen habe ich Haken angebracht. An die beiden Ketten (Obi) kann ich Broschen klemmen. Das Beste ist, dass meine Ohrringe auch darauf Platz finden, alle Ohrringe mit Haken kann ich in die Kettenglieder einhängen.

Das ist kein Projekt, welches man jeden Tag machen möchte. Kleinere Versionen mit Steampunk-Effekten sind in Arbeit und kommen demnächst ins Blog.

Ich hoffe es hat euch Spaß gemacht und inspiriert. Während unserer Zeitreise in die (erfundene) Ära des Steampunk hatten mein Sohn und ich viel Spaß mit der Dampfmaschine. Endlich konnte ich auch mal wieder mein Kostüm vom Dachboden holen, bevor die Motten es komplett aufgefressen haben. (Liebe Betreiber des Museums: Ich habe nur so getan als würde ich an dem Ventil drehen!)

Mein herzlicher Dank gilt dem Team des Wilhelm Fabry Museum für die freundliche Erlaubnis diese wunderschöne Dampfmaschine als Fotohintergrund zu verwenden. Der Besuch im Museum vor einigen Jahren hatte mich nachhaltig fasziniert! Danke!
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  1. Liebe Bärbel, das ist ein wunderbares Werk. Ich bewundere neben der Kunst auch deine Geduld;-))). beeindruckt hast du mich auch damit, wie du die Büste in Szene gesezt hast für die Fotos, sehr wirkungsvoll!!! Ich freu mich auf Weiteres von dir!
    HG
    Ute

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