creativeworld Marabu Rayher

Creativeworld 2014.4



The English blogpost about the companies of the creativeworld can be found HERE.

Weiter geht’s im Messebericht über die Creativeworld 2014, die anderen Berichte habe ich euch unten verlinkt. 

Links schon mal eine kleine Vorschau auf mein sehr persönliches Messehighlight, warum das mein Lieblingsfoto ist und ich mir nie wieder die Hände waschen werde, das erzähle ich euch gleich.

Creativeworld 2014

Kapitel 1: Neue Trends, Produkte und interessante Highlights
Kapitel 2: Die Firmen vor Ort
Kapitel 3: Die Messe selbst, Events, die Messe Frankfurt 
Kapitel 4: Die Menschen
Kapitel 5: Fazit 

Wenn man mein Blog so liest, dann könnte man meinen mir ist nix peinlich. Das könnte man auch denken wenn man vor mir steht. Aber auch ich habe wie ein scheues Reh (oder Elefant?) eine Menge Hemmungen. Ich habe aber schon vor einiger Zeit beschlossen, dass mein Leben zu kurz ist um mich davon abhalten zu lassen es mir nett zu machen. Nett heisst: Nette Menschen treffen, schöne Dinge sehen und schöne Dinge tun.

Wenn mir nun ein so netter Mensch begegnet, dann lauf ich hin. Optional ist Händeschütteln und/oder Knuddeln. Das mag befremdlich wirken, ist aber so. Nach außen hin peinlich wirkt es, wenn dieser Mensch superwichtig ist. Oder berühmt. Oder einfach viel toller ist als ich es bin. Nur weil ich kleiner, dicker, älter, unbekannter oder arm wie eine Kirchenmaus bin, hält mich niemand davon ab nette Menschen kennenzulernen.

Das muss man wissen, damit man weiß dass mir (fast) nix peinlich ist. Und so lernte ich auf der Creativeworld all diese Menschen kennen, oder hab sie wiedergetroffen, geschüttelt und geknuddelt. Manche mehr und manche weniger. Völlig plemplem bin ich schliesslich nicht!

Ich beginne meinen virtuellen Freundschaftslauf wieder mit dem ersten Stand auf meinem Weg, Indigo Blu. Beim Anblick meines völlig erstaunten Gesichtes angesichts des kleinen Paradieses der Stempelkunst sprach mich ein netter Herr an ob er mir helfen könne.Wie ich erst nach der Messe bei Sichtung meiner Visitenkartensammlung festgestellt habe, handelte es sich um Alfie Halliwell-Sutton. Wie jeder weiß, bin ich UK-anglophil und schmelze dahin wenn jemand einen britischen Akzent anschlägt.

 

 

 

 

Wenn also Stempel auf der Insel gefertigt werden will ich sie allein schon deshalb haben (ich war übrigens vorgestern schnell in Bonn Stempel shoppen… von Indigo Blu). Ich habe bei Alfie dann dick aufgetragen in welch tollen Designteams ich bin (ist ja auch nicht gelogen!) und er hat mir angeboten mich mit weiteren Infos zu versorgen. Ich hoffe er erinnert sich auch noch daran wenn ich meine mails schreibe, das werde ich tun so bald ich mit bloggen fertig bin. Ich will mehr wissen über Indigo Blu, denn das Team ist nicht nur supernett, sondern auch wahnsinnig kreativ. Links seht ihr Alfie im Stempelrausch.

Eigentlich bin ich ja garkein Fan von Männern in Frauenhobbies. Ironischerweise sind viele meiner besten Kreativfreunde Männer. Na ja… die sind ja auch oft sehr kreativ und schrauben nicht nur an Auto rum. Blogs lesen tun sie allerdings alle nicht, darum kann ich hier getrost ablästern.

Eine der weiblichen Firmenchefs ist Iris Benkel Sommer (links im Bild), die mir von Kennern der Brother Plotter ans Herz gelegt wurde. Ich habe sie am Stand auch erwischt, aber da ich keine Ahnung von Plottern habe wollte ich sie nicht ansprechen. Meine Fragen kann man an einem Tag nicht beantworten, und die Händler auf den Messen sind ja nicht dort um neugierige Weiber zu belustigen. Sie ist aber mit Herzblut dabei und liebt ihre Maschinen. Hier zeigt sie am Stand von hobbyplotter.de wie so ein Apparat funktioniert.

Freunde sind wir nicht geworden, aber dafür reichte einfach die Zeit nicht aus und ich hab sie ja auch nicht einmal angesprochen. In der Mitte allerdings seht ihr eine niegelnagelneue Freundin: Nadine Holdack, eine Blogkollegin, die mit mir und meiner BFF Tanja um die Stände zog. Über die Blogger erzähle ich euch noch mehr weiter unten.

Eine Dame, die ich erst seit letztem Herbst kenne, ist Marianne Zender. Wenn sie das liest wird sie bestimmt rot. Ich kann es nicht erklären, aber bei manchen Menschen sieht man so ein Leuchten, wenn sie einen sehen. Was in dem Moment auch in die andere Richtung wirkt, glaube ich. So haben wir uns dann angestrahlt auf der Messe, und sie ist die Person mit den meisten Fotos auf meinem Speicherchip. Warum? Na, weil die Frau sich hinter ihrem Demotisch am Marabustand so unablässig und flink bewegt hat, dass es schier unmöglich war mal ein halbwegs brauchbares Foto von ihr zu bekommen. Marianne, halt doch mal still! 😉

Weiter zum nächsten Demotisch. Jetzt wird es ehrfürchtig. Ich hatte ein bisschen Schiss, denn die Dame am Stand von Personal Impressions (UK) ist in meinen Kreisen eine Berühmtheit, und ich kenne sie bisher nur aus ihren youtube Videos. Sie ist feste Designerin bei der Stanzenfirma Spellbinders, und wurde für Vorführungen der neuesten Werkzeuge und Stanzen nach Deutschland geflogen. Das war schon irgendwie komisch, als ich jemand vor mir sehe den ich so gut aus Videos kenne. Sie kannte immerhin meinen Namen, was mich auch ein kleines bisschen berühmt macht. Wir haben uns geknuddelt (Notiz an mich: Bluse nie mehr waschen) und ich bekam eins der neuen Schmuckteile geschenkt. Das haben dann auch alle anderen Zuschauer bekommen, aber meins hatte sie angefasst, pah!

Nun hätte ich in der Aufregung fast den Namen vergessen: Linda Molden Peterson. In Deutschland kennt sie vielleicht nicht jeder, aber die Amis wissen wer sie ist. Und wer Spellbinders kennt, der kennt auch Linda. Sie macht so traumhafte Mixed Media Sachen und Schmuck, und ist ne ganz Liebe.

Als Linda ihre Demo beendet hatte kam ein noch berühmterer Gast. Der mich aber nicht interessiert, sorry. Mag sein er ist ein total lieber Kerl, aber diesen Hype der um Tim Holtz gemacht wird geht mir auf den Keks. Nein, ich bin nicht neidisch. Würden die Leute so blind alles kaufen wo mein Name draufsteht, ich würde meinen Namen ändern. Aus meinem Freundeskreis höre ich immer öfter wo er schon alles abgekupfert und abgeguckt hat. Schwamm drüber, abgehakt.

Mein nächster Punkt auf der Liste von Menschen, die ich immer schon mal treffen wollte war ein englischer Künstler, der für die Firma DecoArt auf der Messe war: Andy Skinner. Als ich ihn gefunden hatte, musste ich erst einmal fragen woher ich ihn kenne. Wir wussten es beide nicht. Am wahrscheinlichsten aber ist die Verbindung über die Gelli Plate, mit der ich mich neuerdings auseinandersetze. Er gibt Kurse und macht Videos zu dem Thema. Ich glaube ich habe ihn mal irgendwann auf facebook befreundet, und dann gesehen dass er auf der Messe weilt.

Ich bin froh und dankbar, dass ich ihn gesucht und gefunden habe! Er ist ein so unglaublich kreativer Mensch, und dabei so nett und warmherzig, ich hoffe ich kann ihn mal wiedersehen oder gar einen Kurs bei ihm buchen.

Außer Linda waren anscheinend alle Künstler auf der Messe nur Männer. Ich habe dazu eine Theorie, mag mich aber nicht in haltlose Argumenten versteigen, also nehmen wir das mal so hin. Am Stand von Hahnemühle zeigte Pablo Ientile seine Skizzenbücher, die er auf Auslandsreisen mit seinem unverwechselbaren Stil gefüllt hat. Anlass der Aktion waren die neuen  Bücher, die Hahnemühle für diesen Zweck nun anbietet. Ich habe auch welche und male schon darin herum. Nein, keine Kunst. Aber das muss man ja auch nicht, Hauptsache es macht Spaß.

Ich möchte nun nicht behaupten Pablo und ich wären Freunde, aber wir haben uns supernett (in perfektem Deutsch) unterhalten. Ebenfalls deutsch war die Sprache (sort of…) bei dem österreichischen Maler Wilfried Ploderer, den ich am Stand von Brevillier erhaschte. Eigentlich war ich dort, um nach Aquarellfarben zu fragen, denn die Firma vertreibt Cretacolor, die einen meiner Lieblingsstifte herstellen. Der Künstler malte live vor Ort an einem großformatigen Bild im Fotorealismus. Unsere simple Frage nach Aquarellfarben hat er unglaublich ausführlich und ansteckend beantwortet. Mir ist bewusst, dass Firmen solche Top-Leute anheuern um kleine Bastlern wie mich süchtig nach ihren Produkten zu machen. Das ist ihnen gelungen. Die maßgebliche Dame am Stand war nicht sehr freundlich, aber Ploderer hat mich so dermaßen mit einigen Farben angefixt, dass ich so bald wie möglich zum nächsten Boesner muss. Ich brauche diese Farben!

Bevor ich euch nun die Liste meiner Mit-Bloggerinnen gebe komme ich zu meinem persönlichen Highlight der Messe-Promis. Dazu muss ich erzählen, dass ich all die Jahre dachte eine so große Firma wie Rayher hat einen Vorstand, Aufsichtsrat und was halt so große Firmen so haben. Das mag ja auch alles sein, aber im letzten Jahr habe ich erfahren, dass es ein Familienbetrieb ist! Ähnlich wie bei Prym (Nähzubehör) wo es einen Herrn Prym gibt, so gibt es auch einen Herrn Rayher. Sogar gleich mehrere, aber einen zu sehen hätte mir ja schon gereicht. Ich muss mich aber etwas schämen, denn wie viele der schönen Rayher-Kataloge habe ich schon als Händler bekommen, aber die ersten Seiten, da wo ziemlich wahrscheinlich die Namen der Chefs aufgeführt sind, die habe ich nie gelesen.

Irgendwo da muss dann auch der Name Stephan Rayher stehen. Wie sein Vater heisst er wie die Firma. Wusstet ihr das? Ich weiß es ja jetzt, und stellt euch vor als mir ein netter Mitarbeiter am Stand verraten hat wo dieser Herr Rayher steht. Ich bin ein bisschen rumgeschlichen, um heimlich von ganz weit weg Fotos zu knipsen. Nicht für mich, nein nein. Nur für euch, ihr Lieben! Man hat mich entdeckt. Und mir strahlend zugelacht. Was für ein Tag!

Der Mann in der Mitte ist Stephan Rayher. Ich habe euch ja anfangs erzählt mir ist zwar vieles peinlich, aber ich mache es trotzdem. Keine Macht der Welt hätte mich davon abgehalten, ihn nun vorsichtig anzusprechen. Einmal Hände schütteln (und die dann nie mehr waschen!). Ich habe sogar zweimal schütteln dürfen. Ich habe die starke Vermutung irgendjemand von Rayher liest das hier. Öhm…. bitte verpetzt mich nicht. Ich habe mich so gefreut, das Gesicht zur Firma, die ich so sehr mag, kennenzulernen. Wäre die Firma nicht so weit weg, ich würde sofort da anfangen!

Wollt ihr mehr sehen? Sekunde 25 zeigt euch die liebe Marianne Zender, ab 1:04 spricht Stephan Rayher (auch im thumb zu sehen). Lasst uns die Zugriffsszahlen auf dieses Video in die Höhe treiben!

 

Das waren „meine“ Menschen, viele davon liebe Freunde, neue und alte, auf der Creativeworld. Hinter den Kulissen und Kameras stehen wir Blogger. Wer alles in der Bloggerlounge mit von der Partie war, das seht ihr nun hier (geklaut bei Claudia, erster Bloglink):

Morgen schreibe ich mein persönliches Fazit der Messe und dann habt ihr es endlich hinter euch! Eure Bärbel
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