Spellbinders Stempel-Medina

Medina Erzeugnisse



No English today, please check again tomorrow, thank you.

Vom Stempel-Medina habe ich euch ja nun ausführlich erzählt. Zu berichten, was andere und ich dort alles gebastelt haben würde mein Blog sprengen. Ich habe nun tagelang darüber gegrübelt was ich zeige und wie. Man kann es nur zusammenfassen, sonst überlege ich nächstes Jahr noch.

Ich wollte die 4 Tage nutzen, um mich in das Thema „Stoff ausstanzen“ einzuarbeiten. In meinem Bastelzimmer daheim hatte ich schon lange daran gearbeitet, und allein dieses Thema füllt viele zukünftige Blogbeiträge. Um es einzugrenzen: Ich hatte eigens zum Stanzen eine Menge weißen, rosa und pinken Filz mitgenommen. Der sich dann vor Ort nicht stanzen ließ.

Nach dem Frust des ersten Tages kam ich mit einer Teilnehmerin (Dagmar, liest Du das?) ins Gespräch über alles Mögliche, und dabei zufällig auch auf Dosen zu sprechen. Dosen! Die lassen sich stanzen, das wusste ich ja. Auf der hektischen Suche nach Dosenmaterial in einer abgelegenen Jugendherberge kam die Rettung – wie sollte es anders sein- von den biertrinkenden Herren: Es gab leere Guiness-Dosen in Hülle und Fülle!

Die restlichen Tage des Medina waren gerettet! Ich habe Dosen gestanzt wie eine Blöde, und aus Spaß auf unserem Basteltisch eine kleine Ausstellung aufgebaut: „Ich war eine Dose“. Hat wieder mal niemand gesehen, war ja klar. Ich habe euch mal ein Übersichtsfoto gemacht, mit einer Auswahl (!) aus meinem Medina-Schaffen:

1) Armband mit türkisem Bastelfilz, den mir meine Freundin Anne Samstag aus der Stadt mitgebracht hat, der lässt sich nämlich super stanzen!
2) links und unter der 2: Deko und kleiner Bilderrahmen aus einem Dosendeckel. Dazu ein andermal mehr, Rechts davon ein Lesezeichen aus geprägten Dosenresten.
3)  Karte mit „ich brauch keine Gelato-Stifte“-Technik. Das geht auch anders, nämlich mit Lyra Farben. Dazu ein andermal mehr.
4) Dosenreste und Dosen-Karte. Man beachte die Blüten, die sind aus einer Guiness-Dose. Das Gitter rechts auf der Karte ist aus einer Veltins-Verpackung. Da sage mal einer Biertrinker haben nicht viel Spaß.
5) Kleines Layout nach einer Stil-Idee von Andrea Riedel. Dazu weiter unten mehr.
Irgendwie sieht das jetzt wenig aus…. Ich könnte schwören ich hab schon wieder was verdaddelt. Man beachte auch das Buch! Ich nenne es „Versuch-Buch“ und ich habe es zum Medina mitgenommen, weil ich damit rumspielen wollte. Zum Glück, denn aus den Seiten habe ich tolle Papier-Blüten gemacht (dazu …jaja…ein andermal mehr) und was weiß ich noch alles.
Ich liebe die „Altered Book“ Ideen, die man weltweit sieht, und wollte mich mal rantasten. Dabei kamen mir nach 100 Fragen auch prompt 120 Lösungen, die ich alle in den nächsten Monaten verbraten werde. Man kann gespannt sein. *grins* Die übrigen seiten des Buches erspare ich euch heute, ihr fangt sonst bei dem Input noch an zu schielen.
Nochmal ein paar Nahaufnahmen:
Dosenblümkes, Dosen-Deko und Dosendeckelbilderrahmen… bis auf den Boden der Dose haben wir alles verwendet! Seht ihr an dem Buch die Binde-Laschen? Ja? Guckt genau hin! Ist das nicht klasse? Das war nicht meine Idee, ich hatte es vor Monaten irgendwo gesehen, auf pinterest gespeichert und nicht wiedergefunden. Nun muss der unbekannte Erfinder ungenannt bleiben. Aber ich danke ihm/ihr für die tolle Vorlage. Mit Dosen-Laschen werde ich noch öfter arbeiten, denn ich sammle seit Monaten und habe Massen! Ich habe Katzen, und öffne jeden Tag eine Dose….

Das Foto-Layout war mir ein inneres Bedürfnis, nachdem ich Andreas geniale Foto-Seiten gesehen hatte. meines ist nicht halb so schön geworden, denn ich musste auf dem Medina improvisieren. Ich hatte weder Fotos noch Papiere dabei, und hab mir alles zusammen gesucht. Das Foto ist aus einer Zeitschrift (Daphnes Diary), die Papiere im Medina-Flohmarkt gekauft und von Andrea geschnorrt, das Embossingpulver kam auch von Andrea (dicker Butz!) und die Stempel sind zum Teil gestanztes Moosgummi und gekaufte Medina-Schätze (via Stempel-Ei). Schaut euch an, was Andrea auf dem Medina gestaltet hatte:

Genial, was? Diese Layout-Ideen werde ich noch bis zum Umfallen abkupfern, und immer wieder auf Andrea verweisen. Mag sein sie findet das doof, aber was soll sie machen? Warum kann sie auch so toll stempeln? Die zugrunde liegende Technik der Seiten hat zufällig eine andere Stempelfreundin just heute in ihrem Blog beschrieben: Petrasart: Resist-Technik. Petra ist auch eine langjährige Stemplerin, und kennt all diese Techniken, die immer mal wieder in der Versenkung verschwinden und turnusmäßig wieder auftauchen. Ich hatte sie vergessen… bis Andrea mit diesen Foto-Seiten kam. Himmel, die sind aber auch zu schön!

Na ja, mein Beispiel im obigen Bild ist ja auch eher angelehnt. Ich werde mir bald mal Fotos heraussuchen, die man in diesem Stil scrappen kann. Ich nenne es der Einfachheit halber „Riedel-Stil“ und hoffe Andrea köpft mich nicht.

Aus meinem Dosen-Rausch bin ich erst aufgewacht, als Bastelnachbarin Patritia auf dem Medina ihren Müll auf meinen Tisch geworfen hat. „Hier Bärbel, Du kannst doch alles gebrauchen“ sprach sie und gab mir eine leere Holzspule. Baby, you made my day! Wie kann man Holzspulen verschenken! Na gut, bei mir sind sie gut ausgehoben, und als Patritia schon längst im Traumland weilte, habe ich eine Nachtschicht eingeschoben und ihre Spule gepimpt. Mit den mühsam nachgeschnittenen Filzblüten (wir erinnern uns: Mein guter Filz aus dem Stoffgeschäft ließ sich schlecht stanzen) habe ich ihr dann ein Nadelkissen gebastelt, Watte und Nähnadel hatte ich zufällig dabei. Ich habe ihr das Ergebnis als Morgengabe aus den Basteltisch gestellt. Ja ich weiß, ich bin zu gut für diese Welt, denn sie hat sie natürlich behalten. Darum auch nur ein mieses Handyfoto, damit ich einen Beweis habe dass ich sie überhaupt gebastelt hatte:

Eine lustige Geschichte ereignete sich ein paar Tage später: Blogkollegin Yana hat für Spellbinders am Freitag ein ganz ähnliches Nadelkissen gebastelt. Mir sind die Augen aus dem Kopf gefallen: Gleicher Filz, gleiche Farbe! Schaut euch das an: Yanas Blogbeitrag.

Ist das irre? Wir haben nicht darüber gesprochen, wir beide. Ich habe den Stoff gekauft und das ganze Arbeitsmaterial mitgenommen bevor ich ihr Nadelkissen sah, auf dem Medina war der Internetempfang bei meinem Handy so schlecht dass ich das Blogpost erst Sonntagabend sah. Yana wiederum hatte es lange vor meinem gebloggt. Ich bewundere Yana für ihre zauberhaften Layouts und Karten! Dass wir beide ähnliche Ideen zur gleichen Zeit hatten macht mich stolz. Ich muss zugeben ihr Nadelkissen ist schöner, dafür habe ich meines nachts um zwei gemacht. *weitere Ausreden hierher*

Das Thema „Stoffe mit Spellbinders stanzen“ werde ich noch ausführlich vertiefen. Ich arbeite seit Monaten daran, zu erklären welche Stoffe sich stanzen lassen und welche nicht, und wie man auch die schwierigen Materialien gestanzt bekommt. Ich hoffe es wird irgendwann mal ein Blogbeitrag daraus, der für euch nützlich ist.

Morgen ist wieder Frickel-Freitag, wie gewohnt. Und nach dem Medina ist vor dem Medina. Im März bin ich wieder dabei, so viel steht fest.

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