Fotografie

beauty is where you find it # 18/12



Bei meiner täglichen blogtour kam ich eben bei Nozi vorbei. Ich bewundere ihre Kreativität schon lange, sie ist in meinem Augen eine Künstlerin. Heute fand ich traumhafte Fotos in ihrem Blog. Sie hatte an einer Blogaktion von luzia pimpinella teilgenommen. Das Internet ist riesig, aber man trifft früher oder später doch immer die gleichen Leute, wie mir scheint. Bei pimpinella hatte ich auch schon mal mitgemacht.

Diesmal fragte luzia nach „Selbstreflektionen. Einige lösten das philosophisch, andere fotografisch. Ich für meinen Teil fände es völlig überflüssig mich selbst zu knipsen, oder über mich zu sprechen. Das tue ich sowieso jeden Tag.

Also habe ich mich von den Bildvorgaben anderer leiten lassen, die sich im Spiegel fotografiert haben. Seit es Digitalkameras gibt, brauche ich keinen Spiegel mehr. Ich halte die Kamera am ausgestreckten Arm, der Autofokus arbeitet, ich drücke ca 20-30 Mal drauf und such mir das Beste aus. Ein Vorgang, von dem ich als junge Frau nur zu träumen gewagt hätte.

Wie umständlich war das damals: Der Spiegel musste in halbwegs brauchbaren Lichtverhältnissen stehen. Ich musste erst durch die Kamera schauen um das Bild einzurichten und scharf zu stellen, und dann Pi mal Daumen auf den Spiegel richten und NEBEN der Kamera vorbeischauen. Nicht selten habe ich halbe Filmrollen (18 Bilder) durchgejagt, um ein gutes Foto zu erhalten. Dann musste man geduldig warten, bis der Film entwickelt war, sichten und das Beste aussuchen. Schrecklich für ungeduldige Menschen.

Ich genieße heute jedes Mal die Segnungen moderner Kameratechnik. Abdrücken, kontrollieren. Traumhaft!

Doch zurück zum Thema Selbstreflektion. Ich habe mich damals sehr oft im Spiegel fotografiert. Zum Glück, denn so habe ich viele viele Fotos von mir und kann mich auf diese Weise erinnern, wie ich in früheren Stadien ausgesehen habe. Mit den Bildern kommt auch jedes Mal ein Stück Erinnerung.

Wo und wann ich das folgende Bild aufgenommen habe weiß ich noch ganz genau. Mein zweites Kind (heute 23) war noch nicht geboren, ich war halb so alt wie heute, und halb so schwer. Aber unglücklich. Um nichts in der Welt möchte ich dahin zurück. Es sei denn, ich könnte mein Gehirn von heute mitnehmen.

Mit im Bild meine geliebte Nikon FE, Friede ihrer verrosteten Einzelteile.
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